Philipp Mißfelder MdB mit dem Berliner Bundestagsabgeordneten Kai Wegner, der Leiterin des Hauses am Checkpoint Charlie, Alexandra Hildebrandt, und Hans-Joachim Herbig.Mit einer Kranzniederlegung ist am Dienstag der Opfer des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 in Ost-Berlin gedacht worden. Die Erinnerung an die Ereignisse und das „menschenerniedrigende Unrecht“ müsse wachgehalten und an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden, sagte der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder MdB. Bei der Gedenkfeier bekräftigte der heimische Bundestagsabgeordnete auch die Forderungen nach einem neuen Denkmal an der Erinnerungsstätte vor dem Bundesfinanzministerium und nach der Benennung von „Plätzen des 17. Juni“ in deutschen Städten.
Mißfelder betonte, Berlin-Besucher müssten in der Hauptstadt nicht nur mit der NS-Diktatur, sondern auch mit dem SED-Unrechtsstaat konfrontiert werden. Das derzeitige Denkmal, das an die Ereignisse des 17. Juni erinnere, werde diesem Anspruch nicht ausreichend gerecht. Dies sei insbesondere vor dem Hintergrund zu sehen, dass viele Menschen in Deutschland nicht wüssten, was am 17. Juni 1953 geschehen sei. Am 16. Juni 1953 hatten bereits tausende Bauarbeiter in Berlin vor dem damaligen DDR-Regierungsgebäude an der Ecke Wilhelmstraße/Leipziger Straße gegen eine zehnprozentige Arbeitsnormerhöhung protestiert und freie Wahlen gefordert. Dies gab den Anstoß zum Volksaufstand, der vor 56 Jahren die gesamte DDR erfasste. In zahlreichen Städten beteiligten sich Hunderttausende an Streiks, Demonstrationen und Protestaktionen. Sowjetische Panzer schlugen den Aufstand blutig nieder.
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