
Der heimische Bundestagsabgeordnete Philipp Mißfelder sprach am Freitag, den 8. Oktober 2010, zu Frauenrechten in Kriegs- und Konfliktgebieten. Dabei machte er deutlich, dass Frauen in Konfliktgebieten häufig Opfer, aber auch machtvolle Friedensstifter sind.
„Vor zehn Jahren, am 31. Oktober 2000, hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einstimmig die Resolution 1325 beschlossen. Darin wird die Einbindung von Frauen in Friedensprozesse gefordert. Denn Frauen werden in bewaffneten Konflikten oft Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Etwa 75 Prozent der geschätzten 60 Millionen Flüchtlinge aus Krisen- und Konfliktgebieten sind Frauen und Kinder.
Deutschland engagiert sich dafür, dass Frauen und Mädchen in bewaffneten Konflikten Sicherheit, Schutz und die Möglichkeit zur Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben finden. Hier gibt es auch zahlreiche Erfolge, zum Beispiel in Afghanistan. So haben die Taliban nach ihrem Einmarsch 1996 in Kabul den Besuch der Universität verboten. Während der Herrschaft der Taliban gab es insgesamt nur 4.000 Studenten in Afghanistan, darunter keine einzige Frau. Heute aber studieren 50.000 junge Menschen in Afghanistan. 7.000 von ihnen sind Frauen.
Diese und andere Beispiele zeigen, dass es sich wie in Afghanistan lohnt, für Frauenrechte zu kämpfen. Frauen in Konfliktgebieten sollen nicht Opfer, sondern machtvolle Friedensstifter sein. Deshalb verdienen alle, die sich weltweit für die Rechte von Frauen einsetzen, unsere Anerkennung und unsere Unterstützung“, so Philipp Mißfelder.
philipp-missfelder.de