
Das Buch von Jeremy Scahill liest sich wie ein Thriller von Frederick Forsyth oder John le Carré. Aber tatsächlich ist eine präzise Recherche über die neue amerikanische Militärstrategie, die auch den Einsatz privater Sicherheitsfirmen wie „Blackwater“ umfasst. Der US-amerikanische Journalist, der als Reporter u. a. vom Jugoslawienkrieg berichtete, greift kritisch die Hintergründe der Einsätze im Irak, aber auch innerhalb der Vereinigten Staaten auf. Die Zusammenhänge zwischen Blackwater und der Bush-Regierung werden ebenfalls ausführlich geschildert. Ein weiteres Mal wird deutlich, wie eng in den USA Politik, Wirtschaft und evangelikale Gruppierungen miteinander verbunden sind. Die Vereinigten Staaten sind seit jeher ein religiös geprägtes Land. Während Europa immer säkularer wird, bleiben die USA ein christlicher Staat, der auch politische Entscheidungen anders trifft. Scahills Buch wirft trotz seiner Einseitigkeit einen wichtigen Blick auf die amerikanische Verteidigungsstrategie.
Jeremy Scahill: Blackwater. Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt, Antje Kunstmann Verlag, München 2008, 22,- Euro
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