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Arbeit digital

 

Sascha Lobo und Holm Friebe verkörpern definitiv einen neuen Typ von Publizisten und Meinungsmachern. Statt Druckerschwärze oder Filmmaterial stehen sie für Internet, für Informationsvielfalt und freie Entfaltung von Meinungen und kontroversen Diskursen. Deshalb verwundert es nicht, dass beide sich über die Zukunft der digitalen Welt Gedanken gemacht haben. Dass sie das Medium Buch für ihre vorgelegte Arbeit wählen, bestätigt die These, wonach die Medien sich gegenseitig ergänzen und nicht ganz ablösen werden. Ähnlich wird es auch in der Arbeitswelt ablaufen, so der Tenor ihres Buches, das zum Nachdenken und Vordenken anregt. Es ist kontrovers und stößt eine Diskussion an, der sich vor allem diejenigen stellen sollten, die bisher nicht im Netz waren. Gerüchteweise soll es ja Entscheidungsträger in Deutschland geben, die sich ihre E-Mails von ihrem Sekretariat ausdrucken lassen. Wer sich wie die Autoren mit der künftigen Wissensgesellschaft auseinandersetzt, muss sich den Diskussionen und Veränderungen im Internet stellen. Sehr lesenswert!

Holm Friebe/Sascha Lobo: Wir nennen es Arbeit – Die digitale Bohème oder intelligentes Leben jenseits der Festanstellung, Heyne Verlag, München 2006, 17,90 Euro. ISBN 3453120922
 

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