
Wenn im Jahr 2008 ein neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wird, dann spielt der Name Bush erst einmal keine Rolle mehr. Die texanische Politikerdynastie wird sicherlich im Gespräch für Spitzenämter bleiben, aber vorerst keinen Anspruch auf das Weiße Haus erheben. Ein Nachname spielt allerdings definitiv keine Rolle, obwohl es die mit Abstand bekannteste Politikerdynastie Amerikas ist: Die Kennedys. Sie stehen seit Anfang des 20. Jahrhunderts für Glanz, Ruhm und Tragödie in der amerikanischen Geschichte. Doch die politischen Ambitionen sind längst nicht mehr so ehrgeizig wie einst. Dies liegt vor allem am Tod von John F. Kennedy junior, der 1999 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Bis heute erscheinen noch immer regelmäßig kritische Artikel über den verstorbenen Hoffnungsträger der Kennedy-Familie. Diesem öffentlichen Bild setzt Robert T. Littell seine Erinnerungen an seinen Freund entgegen und versucht, ihn dadurch postum zu würdigen. Interessante, aber unkritische Lektüre!
Robert T. Littell: Mein Freund John F. Kennedy junior, Langen Müller Verlag, München 2006, 19,90 Euro. ISBN 3784430368
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